Myanmar – The Golden Land

Die Reise ins goldene Land

Wenn man Myanmar erwähnt als Feriendestination, schauen die meisten Leute dich ein bisschen fragend an. Wo liegt das überhaupt? Wie siehts dort aus? Hiess es nicht einmal Burma? Das Land liegt grob gesagt zwischen Indien, China und Thailand und wird im Moment immer von mehr Touristen besucht. Es war aber sehr lange isoliert und darum kennen viele dieses Land als Reisedestination noch nicht wirklich. Müsste ich Myanmar in paar kurzen Sätzen beschreiben, dann so:

  • Heiss! Sehr heiss! 35°-40°.
  • Laut. Das Leben findet komplett auf der Strasse statt und da geht es zu und her.
  • Neugierig. Viele haben noch nie westliche Leute gesehen. Macht euch auf Smartphone-Fotoshootings gefasst :). Wenns eine ganze Familie ist, dann gehts eine Weile…
  • Curry. Das lokale Essen besteht meist aus verschiedenen Curry Variationen. Zuerst super lecker, aber nach einiger Zeit – ich sags mal milde ausgedrückt – hat man die Nase voll davon.
  • Mystisch. Die Pagoden, die Landschaft und die umherwandernden Mönche strahlen einfach was mystisches aus.
  • English? Nope! Die meisten Leute können kein Englisch. Mit irgendwelchen Handzeichen klappte die Kommunikation doch. Wenn jemand Englisch konnte (wie z.B. bei den besseren Hotels), dann waren es nur die wichtigsten Wörter wie Taxi, Airport oder Check-Out Zeiten :).
  • Pferdekutschen. Ja, es gibt nicht nur motorisierte Taxis, sondern auch noch Taxis mit 1 PS.

Ein paar Impressionen…

Wir flogen von Zürich aus direkt nach Singaport und hatten dort schon eine Übernachtung gebucht. Wir gingen in dasselbe Hotel wie bei unserer Malaysia reise. Am nächsten morgen ging es dann mit einem 3 stündigen Flug nach Myanmar, genauergesagt in die Stadt Yangon.

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Hektisch, viele leute, überall was zu sehen und total chaotisch. Wir haben uns durch zig Essensstände gegessen, einen leckeren Tee und Kaffee am Strassenrand genossen (und der Feuerewehr beim putzen der Strasse zugeschaut). Als Tagesabschluss gings noch schnell in ein bekanntes Noodle House und zu einem Nachtmarkt.

Wie bereits erwähnt: Wenn man als europäer Myanmar besucht, muss man jederzeit für eine spontane Fotosession parat sein. Die einen kommen direkt auf einen zu, andere Fragen nach 10 Minuten ganz verlegen mit Handzeichen dem zücken des Smartphones:). Jeder muss mal aufs Bild, also kann es auch mal ein bisschen länger dauern.

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Hier stand eine Inle See Tour auf dem Tagesplan. Sie hat morgens um 08.30 Uhr begonnen. Unser Bootsführer holte uns vor dem Hotel zu Fuss ab. Nach einem kurzen Stopp an der „Tankstelle“ (eher ein Laden, mit zig Petflaschen, gefüllt mit Benzin und Diesel), ging es dann an den chaotischen Hafen (siehe Bild). Wir stiegen in ein langes, aber bequemes Boot ein und schipperten nach einigen Minuten richtung See.

Die milde Briese tat richtig gut! Wir haben die Floating Gardens (Tomaten), Lotus Spinnerei/Weberei, Silber-,Gold- und Metallschmied und die Jumpin Cat Monastery besuchen und begutachten dürfen. Die einten Stopps waren interessant, andere eher „touristisch“ angehaucht. Aber alles in allem für 20.- nicht schlecht, oder? Es war jedenfalls sehr eindrücklich!

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Das Green Hill Elephant Camp ist ein Senioren- und Kinderheim für Elefanten. Hier sind welche, die Behinderungen haben wie ein blindes Auge, Narben, probleme mit Gelenken oder Verwaisung. Mit einer 90 Dollar Spende, darf man den ganzen Tag mit den Elefanten verbringen. Es ging mit einer einstündigen zick zack Fahrt über die Berge von Kalaw. Dort angekommen, wurden wir von dem Gründer herzlichst empfangen. Es gab eine kleine Einführung und schon gings zu den Elefanten. Wir durften sie Füttern und wir erhielten interessante Infos zu den einzelnen Tieren. Da Elefanten nicht schwitzen können, müssen sie regelmässig ins kühle Nass, und da durften wir sie begleiten :). Sie hockten ganz geduldig im Fluss hin und liessen sich mit Wasser übergiessen. Wir schrubbten sie auch von hinten bis vorne sauber (das war harte Arbeit!). Als Belohnung gab es als i-Tüpfelchen einen kurzen Ritt bis zum Camp. Auch das Mittagessen war inbegriffen und war köstlich! Am Nachmittag haben alle Besucher sich frei bewegen dürfen.

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Jede Facette Myanmars in drei Stunden kennenlernen? Kein Problem, mit der Circular Railway! Für unseren letzten Tag in Yangon haben wir uns für eine 3 stündige Zugfahrt durch bzw. um die ganze Stadt entschieden. Es war für unser Verhältniss ein alter, klappriger Zug, der zu Beginn der Fahrt fast leer war. Mit jeder Haltestelle füllte sich das Abteil mehr und mehr und wir sassen plötzlich zwischen Eier-, Reis- und Getränkverkäufer auf der Holzbank. Mittlerweile dachten wir, dass keine Fliege mehr Platz haben könnte, doch da irrten wir uns gewaltig! Jeder Milimeter wurde genutzt und es wurde immer heisser und stickiger. Unvermutet klatschte uns kaltes Wasser ins Gesicht und wir wurden von allen den Burmesen angeschmunzelt. In knapp einer Woche beginnt das Waterfestival und die Kinder überbrücken ihre Vorfreude mit Wasserbomben auf die Züge (was für uns natürlich eine angenehme Erfrischung wahr).

Die Kinder spielten Fussball direkt an den Gleisen im Bahnhof von Yangon. Ich habe eine paar Shots gedreht und da wurden sie neugierig. Natürlich waren sie sehr erstaunt über die slowmotion Aufnahmen. Nun sind sie im Video verewigt ;).

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Das Highlight jeder Myanmar-Reise: Das Pagodenfeld von ­Bagan. Goldene Zinnen und alte Gemäuer, Tempel an Tempel soweit das Auge reicht. In der Ebene am Irrawaddy-Fluss im zentralen Myanmar befand sich vor tausend Jahren die Hauptstadt des Königreichs Bagan. Mit der Hoffnung auf eine günstige Wiedergeburt liessen Herrscher und Beamte Tausende Tempel, Stupas und Klöster bauen, die nun einen der schönsten und gewaltigsten Tempelkomplexe der Welt bilden. Auch heute wird hier noch gebetet und meditiert.

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Das Filmmaterial hat jedenfalls unter den harrschen Bedingungen Myanmars gelitten. Man hat permanent Sand und Staub auf der Linse und auf den Oberflächen. Zudem war ja noch das Wasserfestival (Neujahrsfest). Wenn man mit fast 3’000 Franken herumlauft und wirklich JEEEEDER dich mit Wasser nass spritzen will, macht es als Filmer keinen Spass mehr :). Niemand weiss halt dort, was das für Geräte sind, welche man rumträgt. Zum Glück haben es die Meisten eher auf die weiblichen Gäste abgsehen. Aber man muss jederzeit bereit sein… Ob Kessel, Töpfe, Wasserpistolen oder sogar Feuerwehrschläuche… beim alljährlichen Waterfestival wird man nass!

Orte (Google Map Link)
Singapur
Yangon
Nyaungshwe
Inle See
Kalaw
Mandalay
Nyaung u
Old Bagan

Kamera
Panasonic GH4
Metabones BMCC Speedbooster (Nikon G Mount)
Sigma 18-35mm F1.8 (Nikon F Bajonett)
Panasonic G Vario 45-200mm F/4.0-5.6 (für ein paar wenige shots)

Hardware
LAING P-04 Stabilizer

Software
Adobe Premiere Pro CC 2014
Adobe After Effects CS6