Malaysia – My second home

Enjoy!

DSLR-Moviemaking

…was für ein Trip! Wir sind zurück aus meiner zweiten Heimat “Malaysia” und im Gepäck habe ich jede Menge Filmmaterial dabei (626Clips, 67GB). Auf das Fotografieren habe ich dieses Mal fast ganz verzichtet (ich habe 3 Fotos geschossen), da sich mein Interesse von den statischen Bildern zu den bewegten Bildern verschoben hat. Das sieht man wahrscheinlich schon bei meinen letzten 3 Blogposts wie dem Canyoning Video, dem Las Vegas/Miami Video oder dem Key West/Washington D.C./Baltimore/Philadelphia Video.

Angefangen hat eigentlich alles mit der GoPro. Man stellt sie auf “On” und los geht’s. Hier mal ein Clip, da irgendwas festgehalten und das Ganze wurde sehr simpel zusammengeschnitten. Mit der Zeit las ich viele Blogs, schaute Tutorials auf Youtube oder fertige Videos auf Vimeo und begann mich fürs DSLR-Moviemaking zu interessieren. Wie stellt man den Weissausgleich richtig ein? Warum nimmt man 24fps und 1/50 Shutter (180°)? Was für Effekte lassen sich mit Sliders, Glidecams oder Rack Focus erzielen? Wie beeinflusst man das Endprodukt mit einem Superflat Picture Profile? Ganz viele Fragen…. und im Internet gab’s dazu ganz viele Antworten. Einige davon habe ich in einem Blogpost handlich zusammengefasst.

photo3

Ohne Fleiss kein Preis und ohne Übung keinen Meister ;). Vor den geplanten Ferien stand bereits fest: Ich wollte das neu erlernte ausprobieren, denn um die ganze Technik zu beherrschen, sollte man üben, üben, üben. Ich habe einige Fehler gemacht. Hier und da unscharf, bei einem Clip über- oder unterbelichtet, dort verwackelt und dann wieder den Weissabgleich völlig falsch eingestellt. Manchmal war die Linse verschmutzt oder der Akku leer. Alles in Allem habe ich dabei sehr viel gelernt und es kribbelt immer mehr in den Fingern nach einer Vollformatkamera, wie die Canon 6D. Ich bin jedenfalls fast die ganze Zeit mit meiner Aliexpress No-Name Steadycam rumgerannt (siehe Foto mit dem Lemur :)). Qualitativ nicht die Beste (es fing an zu rosten), aber ich habe die Handhabung damit kennengelernt und das für unter 100.-! Wenn’s für mich mal eine Vollformat gibt, dann natürlich auch die Glidecam HD-2000/4000 :P.

Malaysia – The Trip

Angefangen hat unsere Reise in Zürich. Von dort aus ging es mit einem Direktflug der Swiss nach Changi Airport in Singapur. Danke Carmen, für die Überraschung des Flugbegleiters (Champagner und eine Swiss Survivalbox) :D. Nach ca. 12 Stunden landeten wir wohlbehalten auf asiatischem Grund und begaben uns schnell zum Ausgang. Viel vom Flughafen, der Weltweit die Nummer 1 ist, haben wir nicht gesehen. Wir wohnten im Rotlichtviertel von Singapur, genauer gesagt fast an der Geylang Road. Das soll jetzt nichts schlechtes sein, denn das Hotel war sehr günstig und am Abend konnte man noch überall essen gehen. Von Gewalt, Prostitution oder Drogen war keine Spur zu entdecken. Wir haben 2 volle Tage in dem modernen Stadtstaat verbracht (1 Tag Zoo, 1 Tag Sightseeing).

singapore

Weiter ging’s dann nach Kuching. Sie ist die Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sarawak und die grösste Stadt auf der Insel Borneo. Obwohl ich schon einige male in Malaysia war, habe ich diesen Teil davon noch nie gesehen. Wir habe am ersten Tag Kuching selbst erkundet, welches einen sehr ruhigen Eindruck vermittelte. Fast keine Touristen, fast alle Läden waren geschlossen und auch die Restaurants waren fast alle zu. Evtl. war es einen Feiertag? Eine einheimische Lady erzählte aber, dass nach 6 Uhr hier alles schliesse. Mhhhh, komisch! Wir habe einen geheimen Tip (Black Bean Coffee) besucht und tranken dort einen leckeren Kaffee (von Einheimischen angepflanzt) aus Sarawak.

kuching

Am nächsten morgen ging es sehr früh los. Das Taxi erwartete uns bereits um 8 Uhr, um in das 70 Kilometer entfernte Longhouse Dorf “Annah Rais” zu bringen. Der Taxifahrer war witzig und gab uns viele Tipps für unsere restliche Zeit in Malaysia. Dass die Türen des Taxis immer klemmten beim Ein- und Aussteigen war Nebensache :), die Fahrzeuge hier sind ein bisschen in einem anderen Zustand als in der Schweiz. Ich glaube ich habe auf dem Tacho die Zahl 380’000 lesen können :). Das Auto ist also bald 10 mal um die Welt gefahren ;). Nach der Ankunft, begrüsste uns Edward herzlich. Er leitet sein Homestay und führt Gäste durch das Dorf. Wir haben ein schlichtes Zimmer in seinem Haus bei seiner Familie bekommen.

Dann ging es los mit Jungletrekking zum unberührten Wasserfall. Insgesamt zu Dritt, liefen wir mit Bambuswanderstöcken bewaffnet los. Unser Guide hatte noch das Mittagessen im Gepäck und erzählte auf dem 2.5h langen Weg dorthin einiges über den Dschungel und die einzelnen Pflanzen. Nach 30 Minuten waren meine Kleider bereits klatschnass vom Schweiss und Anja hatte dann auch noch ein Blutegel am Bein! Wir haben es aber überlebt und als Belohnung gingen wir im wunderschönen Wasserfall baden! Währendem bereitete der Guide ein Bamboo-Chicken mit Reis und Dschungelfarn zu…. einfach lecker! Wie der Rückweg *uff* war, könnt ihr euch vorstellen :). Wir haben nach der Ankunft im Dorf nach dem Duschen 2 Stunden geschlafen. Nach dem Abendessen gab es dann ein bisschen Storytelling von Edward und wir haben beide die Tracht von den Bidayuhs anprobieren dürfen. Unsere Zielfähigkeit wurde mit dem Blasrohr auch noch auf die Probe gestellt. Es war ein gelungener und spannender Abend, aber langsam wurde es wirklich Zeit zu schlafen.

In Kuching machten wir auch einen Abstecher zu einer heissen Quelle (Annah Rais Hotsprings), einer Höhle und zu dem Semenggoh Wildlife Rehabilitation Centre (Halbwilde Orang Utans). Nach 4 Tagen Kuching verliessen wir die herzige Stadt und flogen Richtung Kuala Lumpur!

longhouse

Die Stadt hat einiges zu bieten. Nebst verschiedensten kulinarischen Genüssen, findet man sehr viele Shoppingmalls um die Kreditkarte zum glühen zu bringen oder auch kulturelle Ziele. Wir haben mitten im Bukit Bintang Distrikt gewohnt, wo fast zu jeder Zeit was los ist. Roti Canai (Fladenbrot), Teh Tarik (Milchtee) und Kopi Ice (Eiskaffee) stand jeden Tag auf der Einkaufsliste. Nebst Essen und Trinken sahen wir uns die Petronas Towers, Central Market, Menara Tower, Petaling Street und Batu Caves an. Wer schon einmal bei den Batu Caves war, weiss dass es dort Unmengen von Rhesusaffen gibt. Natürlich musste Anja Erdnüsse kaufen gehen und die heeeerzigen *jööööööö* Affen füttern. Es endete mit einem gewieften Affenangriff (aufreissen des Plastiksackes und mitnehmen der ganzen Packung) auf der grossen Treppe zu der Höhle :P.

kuala lumpur

Nach drei vollen Tagen in der Stadt, machten wir uns auf den Weg mit dem Bus in Richtung Norden. Es dauerte ca. 4 Stunden und die Fahrt wurde zunehmend heftiger. Haarnadelkurven, Bremsschwellen und Vibrationen begleiteten die letzte Stunde auf dem Weg nach Tana Rata. Der Busfahrer hatte es wohl eilig, denn er gab immer wieder Vollgas und vor der Kurve ging er dann voll in die Bremsen! Iiiiiiiiirrrrrgendwann endlich (jemandem ging es mittlerweile nicht mehr so prächtig), erreichten wir Tana Rata, ein kleines Dörfchen in den Cameron Highlands. Wer’s nicht kennt: In diesem Gebiet wird der Schwarztee angepflanzt, geerntet und verarbeitet. Neben Erdbeeren, Spargel, weiteren Blattgemüsen, werden auch Rosen angebaut. Tanah Rata ist 1500 Meter über Meer und vom Klima her für Schweizer Gemüter angenehmer, als im restlichen Lande ;). Wir haben da eine Ganztagestour absolviert und dabei zusätzlich den höchsten Punkt (2032 Meter) und den Mossy Forrest besucht. Es war sehr beindruckend und man staunte immer wieder, aber nach dieser Tour gab es einfach nichts mehr zu sehen. Darum gingen wir am nächsten Tag weiter zu der nächsten Destination: Penang.

Cameron_Highlands_Tea_Plantation_2012

Penang ist eine Insel im Westen von Malaysia. Diese Insel ist mit einer Brücke erreichbar. Am ersten Tag schnappten wir uns spontan beim Hotel in der nähe je ein Fahrrad. Das wir diesen Tag unverletzt überstanden haben, kann ich heute noch nicht glauben. Der Verkehr in Penang ist unglaublich! ÜÜÜÜÜÜüüüberall Autos, Lastwagen und Motorräder!!! Man kann kaum die Strasse zu Fuss überqueren und wir wollten die Stadt mit dem Fahrrad erkunden :D. Wir besuchten die Clan Jetties und den liegenden Buddha. Als Abkühlung trotteten wir noch durch ein paar Einkaufszentren. Am nächsten Tag stand der bekannteste Tempel aus Malaysia auf unserem Plan: Kek Lok Si. Mit dem Bus hatten wir ca. 1.5h dorthin. Das Wetter war super heiss und der Aufstieg auf den Hügel entlockte mir einige Schweissperlen. Die grandiose Aussicht und der Tempel an sich liessen aber schnell meine negative Gedanken verfliegen… Es hat sich gelohnt!

kek lok si

Als Abschluss machten wir noch schöne Strandferien auf Perhentian Besar. Das kann ganz einfach zusammengefasst werden: schlafen, essen, tauchen, sonnenbaden, im Meer plantschen, schnorcheln und das Alles wieder von Vorn, 5 Tage lang :). Danach hiess es: Bye Bye Malaysia, Hello Switzerland….

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Details

Für die neugierigen unter euch gibt’s natürlich noch mehr Infos. Wir haben den ganzen Trip mit Google Maps geplant :). Es ist wirklich nützlich und jeder Teilnehmer kann einfach seine Markierungen setzen. Wir haben für alle Destinationen die Hotels, Sightseeing Locations und gut bewertete Restaurants (ein grosses Dankeschön an Tripadvisor) *mjam* eingetragen. Also wenn ihr mal Malaysia besuchen wollt, schaut da rein oder schreibt hier einen Kommentar.

Orte (Google Map Link)
Singapur
Kuching
Kuala Lumpur
Cameron Highlands
Penang
Pulau Perhentian Besar

Kameras
Canon 550D, Tamron SP AF 17-50mm f/2.8 XR Di II LD IF
GoPro Hero 3

Software
Adobe Premiere Pro CS6
Adobe After Effects CS6